Lust auf Theater?

Theaterprojekt

Seit dem Schuljahr 2012/2013 gibt es auch bei uns eine Theater-AG.  Hier improvisieren wir gemeinsam, studieren kleinere Szenen  ein und lassen uns auch von den Profis von LTT, Tonne und WLB inspirieren. Und am Ende wollen wir natürlich auch noch ein Theaterstück aufführen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Vera Kaphegyi & Stefan  Fuchs

 

Rückblick auf frühere Thater-AG`s:

 

Noch Fragen?

Anregender und sehr unterhaltsamer Auftritt der Theater-AG 2014/15

„So viele Fragen – und nur Herr Fricke hat eine Antwort...?“ heißt das diesjährige Stück, das Vera Kaphegyi und Stefan Fuchs sehr frei nach einer Idee von Wolfgang F. Vogt mit theaterbegeisterten Schülerinnen verschiedener Schularten erarbeitet haben.

Von Arbeit war am Abend des 25.06.2015 allerdings nichts (mehr) zu spüren: die Sonne schien, die Zuschauerinnen und Zuschauer kamen in Sommerlaune und die Schauspielerinnen waren mit großer Spielfreude bei der Sache und jede für sich überzeugend und wunderbar in ihrer Rolle.

 Um die großen und kleinen Fragen des Lebens geht es. Und um die Suche nach Antworten bzw. nichts Geringerem als dem Sinn.

  • Die Abiturientin Julia (Theresa Müller) steht vor der großen Entscheidung, wie ihr Leben nun weitergehen soll.

  • Die überforderte Beraterin (Ellen Kastl) stellt den ganzen Tag Fragen und erhält abends von ihrer jugendlichen Tochter Mona(Laura Friedrichs) nur genervte Antworten.

  • Paula (Denise Wurst) platzt der Kragen, weil sie die un-sinnigen Fragen bei der Arbeitsagentur nicht mehr beanworten will.

  • Der Versicherungsmakler (Nikola Heymons) bietet den anderen für und gegen alles eine Versicherung an.

  • Der obdachlose Musiker (Vanessa Seemüller) („Ich trinke, also bin ich“) ist froh über die Zeit, die er zum Nachdenken hat.

  • Der Kanalarbeiter (Cathrin Massier) geht den Dingen auf den Grund und schätzt die Gesellschaft einer Ratte besonders.

Besonders amüsant ist es als am Ende des Stückes jede/r (vom Versicherungsmakler) einen persönlichen Ratgeber in die Hand bekommt: „Burnout“, „die Hausratte“, „Positives Denken“, …

Alle Fragen beantwortet? Nein! Denn: Fragen haben Zeit und Geduld. Sie bleiben, bis wir sie selbst beantwortet haben.

Philipp Stein alias StonÄ sucht schließlich im 50 Jahre alten Lexikon die Antwort auf die Frage „Was ist Rap?“ - leider war der nur damals nicht erfunden. Also versucht er sich selbst (mit Hilfe von „Herrn Fricke“) an einer Antowort und nimmt rappend das Image der Gangsta-Rapper auf die Schippe.

Und frei nach Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ endet das Stück:

„Wir stehen selbst enttäuscht und seh'n betroffen,
den Vorhang zu und alle Fragen offen.
Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluss,
es muss 'ne Anwort da sein, muss, muss, muss!“

Begeistert von dem schönen Abend und mit noch mancher Frage im Kopf wurde das Publikum in den Sommerabend entlassen. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

(DRE)

 

AUS DEM LEBEN

Theater-AG 2014

(DRE) Abgehetzt und reichlich konfus stürzt die Dozentin für empirische Kulturwissenschaften (dargestellt von Christiane Nagler) herein, um über ihr Forschungsprojekt „Ikeria – Leben in der modernen Stadt des 21. Jahrhunderts“ zu berichten.

Damit begann die mitreißende Aufführung der LSS-Theater-AG in diesem Jahr. Und davon erzählt das von Vera Kaphegyi und Stefan Fuchs frei nach Thomas Möller inszenierte Stück „das Haus“: von Begegnungen und Beziehungen, vom Nebeneinander-Her-Leben und Aufeinander-Zugehen, von Sehnsüchten und Enttäuschungen, schlicht vom echten Leben.

theaterag2014

So fühlten die Zuschauerinnen und Zuschauer mit Anna (Simone Pautz), die wie Büchners Danton mit dem ewig Gleichen hadert und beim Frühstück mit Mutter (Mira Lehmann) und Schwester Paula (Anja Lehmeier) gerne zurückspulen und ihr Wunschprogramm abspielen würde.

Ins Frösteln kamen wir über das Leben einer Frau, die noch so von ihrer bereits toten Schwester (Tayyaba Munawar) dominiert wird, dass sie dem freundlichen Hilfsangebot der Nachbarin (Nikola Heymons) am Ende eher misstraut.

Wir verstanden Stefan (Lukas Flad) und Lisa, das neu zusammen gezogene Paar, das die Liebe plötzlich infrage stellt („Was stört sind Kleinigkeiten“) und deren Beziehung schließlich an unterschiedlichen Erwartungen scheitert.

Und wir hofften für die beiden Nachbarinnen, die sich nach missglückten Dates mit ihren Internetbekanntschaften annähern, dass sie Freundinnen werden können.

Fast das ganze Stück über konnten wir es mit Paula nicht fassen, wie die Menschen, die ihr begegnen, nicht bemerken, dass sie gefesselt ist – wie etwa die von Ellen Kastl gespielte Vertreterin, die schon vorher genau wusste, was die Kundin braucht oder die Freundin Angela, die sich um sich selbst dreht und feststellt, dass sie sich wohl am besten um sich selbst kümmern sollte oder Tante Emily, die sich von ihrer Nichte vernachlässigt fühlt. Zuletzt taucht Paulas Freund auf, der das gemeinsame Leben schon bis zum Platz auf dem Friedhof genau durchgeplant hat. Paulas Geduldsfaden reißt und sie „will, dass einfach Schluss ist“: ein Deus ex Machina in Gestalt eines Engels kommt ihr zu Hilfe und beendet das Stück.

Ein kaum enden wollender Beifall und strahlende Gesichter auf und vor der Bühne unterstrichen, dass die Aufführung ein voller Erfolg war. Die Schauspielerinnen und Schauspieler waren alle (!) sensationell in ihren – unterschiedlichen – Rollen, sowohl in den lustigen als auch in den tiefgründigeren Momenten. Dafür gebührt ihnen aller Respekt! Ich ziehe den Hut davor, wie sie das neben dem anstrengenden Schulalltag und trotz manchmal widriger Umstände (verschiedene Klassen, verschiedene Stundenpläne,...) geschafft haben! Dasselbe gilt für Frau Kaphegyi und Herrn Fuchs, deren Begeisterung ansteckte und die gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern ein rundum gelungenes Stück auf die Beine gestellt haben!

Herzlichen Dank, sicher im Namen aller Besucherinnen und Besucher, für einen wundervollen Theaterabend!

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Rückblick auf 2013:

Großartiger Erfolg der Theater-AG

Tosenden Applaus und Bravo-Rufe erhielten die Darsteller der Theater-AG der Laura-Schradin-Schule für ihre schauspielerische Leistung. Aufgeführt worden war die Eigenproduktion „Liebe am Bahnsteig  und andere Kuriositäten“, inszeniert von den Spieleitern Vera Kaphegyi und Stefan Fuchs.

Theaterbild

 

Im Stück geht es um uns und unser Verhältnis zu den anderen - auch wenn es zunächst so aussieht, als würden wir nur den richtigen Bahnsteig suchen oder einem abfahrenden Zug hinterhereilen. Auf der langen Bühne stehen durch Sonnenbrillen anonymisierte Menschen, die plötzlich lebendig werden. Die eilige Dame und der hinkende Herr zum Beispiel, wunderbar derb dargestellt von Veronika Pirozenko und Tayyaba Munawar. Oder Manni und Lola, die sich ihrer Liebe nicht so sicher sind (grandios gespielt von Marcus Rösner und Christiane Nagler). Sophia Seitz glänzte als Paula auf dem Weg zu ihrer großen Liebe, Simone Pautz und Leonie Talmann überzeugten voll in verschiedensten Rollen, z.B. als Klempner, Studentin, Dolmetscher und Obdachlose. Im Mittelteil schließlich hatte StonÄ (Philipp Stein) einen ebenfalls umjubelten Auftritt als Straßenmusiker. Manche dieser Geschichten waren komisch, manche traurig, manches war ernst, einiges völlig absurd – für die Zuschauer aber war es ein sehr unterhaltsamer Abend.

 

Theaterbild

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Zusätzliche Informationen