Das SINUS-Institut zu Gast an der LSS

Jugend, Einstellungen, Identität, Gruppe, Prozesse des wissenschaftlichen Arbeitens und die Interpretation der Ergebnisse – Themenbereiche, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 2 des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums für ihr anstehendes Abitur an der Laura-Schradin-Schule beschäftigen ebenso müssen wie die Teilnehmer der Vorbereitungsklasse (BFQEE) auf ihre Abschlussprüfung zur Erzieherin. Um alle Themenbereiche zusammen zu führen und um wissenschaftliche Erkenntnisse aus erster Hand zu erhalten, hat die Schule Daniel Wolfgarten, Referent des renommierten SINUS-Instituts (Markt- und Sozialforschungsinstitut), zu einem Fachvortrag eingeladen.

Herr Wolfgarten führte in die Studie „Wie tickt unsere Jugend (2016)?“ sowie das Lebenswelt-Modell des Instituts ein. Die Schülerinnen und Schüler lernten Lebenswelten materialistischer Hedonisten (hart arbeiten, hart feiern), Expeditiver (spontan handeln und erkunden) und konservativ-bürgerlicher Jugendlicher kennen und konkretisierten ihr Wissen an den Themen „Nation und Nationalität“ sowie „Flucht und Asyl“. Herr Wolfgarten gestaltete einen interessanten Fachvortrag, in dem er durch eine „Lebenswelt-Fotosafari“ und interaktive Erhebungen via Smartphone die Studieninhalte zu einem anschaulichen Ergebnis zusammenführte.

Um solche Bildungsangebote zu ermöglichen und weil Wissenschaftler ihre Arbeit auch nicht umsonst zur Verfügung stellen, war eine intensive Suche nach einem Finanzierungskonzept durch die Schulleitung nötig. Es wurde aber auch deutlich, dass zu einem solchen Erfolg mehrere Personen kooperieren müssen. Katrin Schmid, die initiierende und verantwortliche Lehrerin der Laura-Schradin-Schule, wurde l durch ihren Schulnachbarn, die Ferdinand von Steinbeis Schule, unterstützt, indem sie deren räumlich und technisch besser ausgestattete Aula nutzen durfte, die für die gut 70 Teilnehmer einen passenden Rahmen bot. Damit die Abstimmungen im Internet stattfinden konnten, brachte Herr Rehm, Datennetzbeauftragter vom Landratsamt, sein Wissen und Equipment ein und hat damit für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Unter solchen Voraussetzungen wünschen sich Teilnehmer und Referent gerne eine Fortführung solcher Veranstaltungen, in denen wissenschaftliche Ergebnisse direkt im Leben stattfinden.

 

 

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