Pamela Veith zu Gast an der Laura-Schradin-Schule

Nachdem letztes Jahr der Tübinger Leichtathlet Dieter Baumann im Rahmen eines Projekts der Jahrgangsstufe 1 der Laura-Schradin-Schule über gezielte Ernährung im Sport mit den Schülern und Schülerinnen plauderte und auch manche Anekdote zum Besten gab, konnte Chemie- und Ernährungslehrerin Cornelia Widmann dieses Jahr die bekannte Ultramarathonläuferin Pamela Veith aus Kusterdingen für einen Vortrag gewinnen.

Pamela Veith beim Vortrag

Eine der Schülerinnen schildert den Ablauf des Projekts und die Veranstaltung mit Pamela Veith aus ihrer Sicht.

„Erinnern Sie sich noch an Ihre Schulzeit? An das Warten auf die nächste Pause? Das Absitzen von Stunde um Stunde? Wer weiß, vielleicht tun Sie das ja auch noch immer - nur in einer anderen Umgebung -, die 12.Klasse des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums hingegen ist mittendrin. Ein Jahr vor dem Abi sitzen wir, in einem Wechsel zwischen gelangweilt und hochkonzentriert, brav auf unseren Plätzen und versuchen all das Wissen irgendwie, irgendwo zu behalten.

Die letzten Wochen jedoch waren besonders spannend, durften wir in einem Projekt doch selbständig arbeiten und haben ansehnliche Ergebnisse erzielt.

Eine dieser Projekt-Wochen, die unsere „Studierfähigkeit“ verbessern sollte, beschäftigte sich vollkommen mit der Zusammensetzung, Funktion und Herstellung eines Sportgetränks und dem Organ Niere, welche wir im Laufe dieser Woche auch sezieren durften. Nachdem alle sich eingehend mit Sportgetränken auseinander gesetzt hatten, mischten wir unsere eigenen Getränke, die mehr oder weniger genießbar waren.

Nach dieser interessanten Woche, in der wir wirklich alles über den Wasserverlust und dessen Ausgleich mit Hilfe eben dieser Sportgetränke gelernt haben (auch durch Zumba-Selbstversuche), kam Pamela Veith an unsere Schule. Pamela Veith ist eine Ultramarathonläuferin, das heißt, wenn für Sie 10 km das Limit sind, läuft sie bis zu 100 km am Stück! Vor kurzem erst wurde sie Deutsche Meisterin über diese Strecke.

Mit viel Charme und einer ehrlichen, offenen Art, hat sie uns erklärt, warum sie ausgerechnet läuft, wie sie ihre Verluste, die beim Laufen entstehen, ausgleicht und wie sie überhaupt so weit kommt. Während sie erzählt hat, wurden viele Fragen gestellt und kleine Geheimnisse preisgegeben, nämlich, dass auch Frau Veith einen kleinen „Schuhtick“ hat und wegen ihrer Laufschuhe noch einen zweiten Schuhschrank im Flur stehen hat. Neben zwei dieser Schuhpaare hatte sie auch noch andere Dinge, die hauptsächlich aus ernährungswissenschaftlichen Aspekten interessant waren, wie zum Beispiele die verschiedenen Pulver, die sie zum Anrühren ihres persönlichen Sportgetränks braucht, mitgebracht.

Unser Hauptinteresse lag jedoch, trotz Vorwissen, bei dem „Wie?!“ und dem „Wieso?!“. Als Frau Veith lächelnd erzählte, dass sie am Tag nach einem 100-km-Lauf wieder trainieren geht, war unsere Ungläubigkeit fast greifbar. Aber, wie sie erklärte, fühle sie sich bei und nach dem Laufen stets erfrischt und entspannt. So viel zu dem „Warum?!“. Aber auch das „Wie?!“ beantwortete sie beeindruckend: Nach den ersten 80 km würde sie denken, dass es ja nur noch 20 km wären.

Nur noch 20...?!

Also wenn ich das nächste Mal joggen gehe und nicht mehr kann, denke ich an Frau Veith und werde mir sagen: „Ach, nur noch 20.“

„20 Meter...!“

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