Johann Wolfgang Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ zu Gast an der Laura-Schradin-Schule

25 Schülerinnen und Schüler des Berufkollegs erlebten ihre Pflichtlektüre einmal ganz anders. Anstatt sich Goethes Briefroman aus dem Jahr 1774 selbst zu erarbeiten, wurde er von zwei Schauspielern der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB) als Klassenzimmertheaterstück angeboten.

dass ich eins der liebenswertesten Geschöpfe habe kennen lernen…
Werther, S. 17

 

Zwei Menschen, der leidenschaftliche Werther und die schon verlobte Lotte treffen aufeinander. Es geht um ihr Lieben, Leiden, um Hoffen und Verzweifeln und um die Faszination des selbst gewählten Außenseiters. Es geht um den Zwiespalt zwischen leidenschaftlicher Freiheit und sicherer Konvention.

Die Schauspieler nehmen die Schülerinnen und Schüler mit in eine Geschichte, die sich heute ganz ähnlich abspielen könnte. Dass diese Übertragung ins Heute so gut funktioniert, liegt auch an Mieke Biendara und  Sascha Kirschberger, die sowohl leise irritierte Töne wie auch aufwallende Leidenschaft ins Klassenzimmer bringen.

 

 

„Wie ich mich unter dem Gespräche in den schwarzen Augen weidete…“ (Werther S.21)

 

 „Ja, ich fühle, und darin darf ich meinem Herzen trauen,
dass sie – o darf ich, kann ich den Himmel in diesen Worten aussprechen?

- dass sie mich liebt?“ (Werther S.37/38)

 

„Was soll diese tobende endlose Leidenschaft? Ich habe kein Gebet mehr, als an sie…“ (S.55)

 

Schule ganz anders, Literatur als Faszination. Für die Schüler des BKFH und ihren Deutschlehrer Herrn Fuchs zwei wunderbare Stunden, was auch durch den anhaltenden Applaus für die großartigen Akteure bestätigt wurde. (SF)

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