Hellmut G. Haasis las an der Laura-Schradin-Schule

Der Reutlinger Schriftsteller und Ludwig-Uhland-Preisträger Hellmut G. Haasis las  am 07.Februar 2014 vor Schülern der Berufsfachschule an der Laura-Schradin-Schule. 

Im Rahmen einer Betrachtung epischer Kleinformen erzählte Haasis die Geschichte von der untergegangenen Sprache der Ureinwohner von Schnäuzlingen, jenen Bürgern, denen es gelungen war, sich auf sehr reduzierte Weise mit nur zwei Wörtern auszudrücken. Und er las noch von dem schwäbischen Narren Heisel Rein, der auf seine gewitzte Art so mancher bürgerlichen Konvention ein Schnippchen geschlagen hatte.

Hellmut G. Haasis machte es sichtlich Spaß, vor der Berufsfachschulklasse zu lesen und zu erzählen. Und im Anschluss ging er noch auf die vielen Fragen ein: Wie muss man sich den Beruf des Schriftstellers vorstellen? Wie schreibt man eine Geschichte? Ändert sich die Geschichte im Laufe des Erzählens? Haasis nahm sich viel Zeit, was bei den Schülern sehr gut ankam und schließlich mit großem Beifall bedacht wurde.

Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von der Muettersproch Gsellschaft e.V., der die Laura-Schradin-Schule herzlich dankt. (SF)

Hintergrund: Hellmut G. Haasis

„Man lernt auch beim Lachen was“ betont Haasis.

Hellmut G. Haasis Portrait

Preise:

Für seinen Mundartroman "Em Chrischdian sei Leich" wurde Haasis 1990 mit dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet. 1995 erhielt er den Civis-Medienpreis der ARD für das Hörspiel „Jud Süß" und 1999 den Schubart-Preis der Stadt Aalen für die Biographie Joseph Süß Oppenheimers. 2013 wurde ihm der Ludwig-Uhland-Preis verliehen.

(Foto: mit freundlicher Genehmigung von Hellmut G. Haasis)

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