Mit außergewöhnlichem Wetter begann die Studienfahrt des Berufskollegs für Ernährung und Haushaltsmanagement im ersten Jahr nach Nürnberg: Ein Hagelteppich ließ die Landschaft bei der Abreise eher winterlich als sommerlich erscheinen.
Davon ließ sich die Klasse jedoch nicht beeindrucken und startete pünklich und mit Vorfreude in zwei abwechslungsreiche Tage.
Nach der Ankunft stand zunächst eine Stadtführung durch die Nürnberger Altstadt auf dem Programm. Dabei lernten wir die bewegte Geschichte der Stadt kennen und erhielten interessante Einblicke in ihre historische Entwicklung. Im Anschluss führte eine Tour durch die unterirdischen Felsengänge in ein weniger bekanntes Kapitel Nürnbergs. Die weit verzweigten Gänge dienten über Jahrhunderte als Lager-, Schutz- und Versorgungsräume und verdeutlichen bis heute die Bedeutung der Stadt als Handels- und Handwerkszentrum.
Für Abwechslung sorgte eine Escape-Room-Challenge, bei der die Klasse in kleinen Gruppen gegeneinander antrat. Gemeinsam wurden Rätsel gelöst, Hinweise kombiniert und kreative Lösungswege entwickelt. Ein großer Spaß, bei dem alle mit Eifer dabei waren.
Pizza essen und ein Sommerabend gehörten ebenso zu diesem ersten Tag der Studienfahrt.
Ein besonderes Highligth der Studienfahrt war auch der Besuch des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes. Während einer interaktiven pädagogischen Führung setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Rolle Nürnbergs in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Verschiedene Methoden luden dazu ein, Fragen zu stellen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Bedeutung von Erinnerungskultur für unsere heutige Gesellschaft zu reflektieren.
Neben einer Gedankenreise in die Vergangenheit reisten wir gedanklich auch in die Zukunft und besuchten das Zukunftsmuseum. Dort beschäftigte sich die Klasse mit Themen, die unsere Gesellschaft bereits heute prägen und künftig weiter an Bedeutung gewinnen werden. Die interaktiven Ausstellungen luden dazu ein, sich mit Fragestellungen rund um Künstliche Intelligenz, Robotik, nachhaltige Technologien und die Zukunft des Zusammenlebens auseinanderzusetzen. An vielen Stationen konnten alle selbst aktiv werden, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen.
Eine Studienfahrt also, die gelungenderweise Geschichte, Gegenwart und Zukunft verband. Neben vielen neuen Eindrücken blieb vor allem Zeit für gemeinsame Erlebnisse und den Austausch innerhalb der Klasse.
[Fotos: MOS; Text: MOS, HOF]